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Besteck-Fertigung

Schmieden
Von Stahlblechen werden sog. Spaltstücke abgespalten. Diese werden im Feuer auf Schmiedetemperatur erhitzt. Durch das anschließende Schmieden unter dem Fallhammer erhält das Spaltstück seine erste, rohe Form, indem es durch das bis zu 70 Tonnen schwere Fallgewicht des Hammers in das ausgearbeitete Gesenk auf dem Amboß eingeschlagen wird. Nachdem dann bei allen Rohteilen die überstehenden »Flügel« abgestanzt und die Kanten entgratet worden sind, muß das Besteck noch sehr viele Arbeitsgänge durchlaufen, bis seine endgültige Form und Schönheit erreicht ist.

Härten
Das Härten der Klingen und Monoblock- Messer besteht aus drei verschiedenen Arbeitsgängen: dem Erhitzen, dem Abschrecken und dem Anlassen. Zuerst wird das Werkstück bis zur Rotglut erhitzt und anschließend mit kalter Gebläseluft abgeschreckt. Der plötzliche Temperatursturz macht das Material hart und spröde. Es erfolgt eine erneute Wärmebehandlung, das sogenannte Anlassen. Dadurch werden die Spannungen im Materialgefüge beseitigt und es bekommt wieder seine erforderliche Zähigkeit und Elastizität. Das Härten ist ein sehr wichtiger Arbeitsgang, denn es ist entscheidend für die Schneidhaltigkeit und Korrosionsbeständigkeit einer guten Klinge.

Schleifen / Polieren
Durch das Erhitzen des Metalls im Feuer bildet sich auf den Besteckteilen eine schwarze Zunderschicht, die sehr sorgfältig wieder entfernt werden muß. Erst dann können die kostspieligen, von Hand ausgeführten Schleif- und Polierarbeiten beginnen. Wenn Zunder in den mit bloßem Auge nicht sichtbaren Poren des Metalls zurückbleibt, entsteht nach einiger Zeit Rost. Das ist natürlich ein Reklamationsgrund. Poliert wird an rotierenden Scheiben aus Tuch oder Sisal, unter Verwendung von Polierpasten, bis die Oberflächen der Bestecke vollkommen glatt sind. Ein Besteck kann entweder auf Hochglanz poliert werden oder aber es wird im letzten Arbeitsgang matt gebürstet. Je sorgfältiger diese Polierarbeiten durchgeführt werden, umso korrosionssicherer sind die Edelstahlbestecke.

Silber
Die Ägypter nannten es das weiße Gold und verglichen es mit dem Mond. Noch heute prägen die deutschen Silberschmiede in jedes gefertigte Teil einen Halbmond. Er ist das Zeichen des Silbers. Die Geschichte des Silberschmiedehandwerks ist erfüllt von Bestimmungen und Vorschriften der Obrigkeit über den Feingehalt der Waren. So finden wir die Reichskrone als Sinnbild der Obrigkeit sowie die Angabe des Feinsilbergehalts im Stempel. Die geläufigsten Silberlegierungen sind 800 und 925. Diese Feingehaltszahlen geben an, wieviel Teile reinen Silbers in je 1000 Teilen Material enthalten sind. Sterlingsilberbestecke sind mit der Zahl 925 gestempelt. Ein Kilo Sterlingsilber enthält also nur 75 Gramm Elektrolytkupfer als Härtungsmetall und 925 Gramm reines Silber. Das ist praktisch die beste Silberlegierung, die für Gebrauchsgerät verwendet werden kann.

Herstellung von Silberbesteck
Die Silberlegierung wird bei ca. 1000°C geschmolzen, in Barren gegossen und anschließend zu Blechen in der erforderlichen Stärke ausgewalzt. Aus diesen Blechen werden die Umrisse der jeweiligen Besteckteile ausgestanzt. Die so gewonnenen Werkstücke, die sog. Brandeln, werden vorn, also dort, wo später die Löffelmulde oder das Gabelblatt herausgearbeitet wird, dünn gewaltzt und kommen nun, nach sorgfältiger Reinigung, ins Gesenk, wo Gabeln, Löffel und Messerhefte unter hohem Druck – bis zu 300 Tonnen – zum Rohstück geformt werden. Anschließend werden die Flügel, die überstehenden Ränder des Rohstücks, abgeschnitten und die Besteckkanten sorgfältig geschliffen. Das Schleifen, Feinschleifen und Polieren an Schleifbändern und Stoffscheiben ist ausschlaggebend für die endgültige Qualität des Bestecks. Spitzenqualitäten lassen sich nämlich nur durch zusätzlichen Handschlifferzielen.

Messergriffe
Messer nehmen bei der Herstellung von Silber- und versilberten Bestecken eine Sonderstellung ein, weil die Klinge besonderen Anforderungen entsprechen muß und darum aus Edelstahl gefertigt wird. Der Griff, das Messerheft wird aus zwei einzelnen Teilen zusammengesetzt und verlötet. Messergriffe aus Sterlingsilber werden anschließend in ein galvanisches Silberbad gegeben, um die Lötnaht zu versilbern. Heft und Klinge werden durch einen Spezialzement so fest miteinander verbunden, daß sich der Zapfen der Klinge auch nach langer Zeit nicht im Griff lockert. Dann folgt das Schleifen und Polieren der Ansatzstelle. Es darf keine Fuge bleiben. Die Messerklingen werden erst nach dem letzten Polieren scharf geschliffen.

Versilberte Bestecke
Die Herstellung eines versilberten Bestecks ist im Prinzip die gleiche wie die eines Silberbestecks. Nur besteht der Materialkern nicht aus Silber, sondern aus Edelstahl, nur noch selten aus Alpaka. Alpaka – man nennt es wegen seines hellglänzenden Aussehens auch Neusilber – ist eine Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel. Die Versilberung erfolgt nach sorgfältiger Reinigung im galvanischen Bad. Die Stärke der Silberauflage kann durch entsprechende Verweilzeit im Bad reguliert werden. Die gebräuchlichste Silberauflage ist die 90-Gramm-Versilberung. Die Angabe 90/18, z.B. auf einem Kaffeelöffel, bedeutet, daß auf 24 dm2 Besteckoberfläche insgesamt 90 Gramm Silber abgeschieden sind. Die Zahl 18 gibt an, daß für die Versilberung von zwölf gleichen Kaffeelöffeln 18 Gramm Silber benötigt wurden. Die Angabe 90/3,5 auf einem Einzelteil, wie einem Vorlegelöffel, bedeutet, daß für die Versilberung dieses Einzelteils 3,5 Gramm reines Silber benötigt wurden. Rosenthal Bestecke werden nach neuartigen Verfahren versilbert, die eine besonders abriebfeste Silberauflage ermöglichen. Außerdem scheidet sich auf den exponierten Stellen der Besteckteile im galvanischen Bad, einem physikalischen Gesetz zufolge, eine stärkere Silberschicht ab. Löffelwölbungen, Laffenränder, Gabelzinken usw., die Stellen also, die beim Gebrauch besonders beansprucht werden, tragen eine stärkere Silberschicht. Das zu wissen, ist für den Kunden sehr wichtig. Im übrigen wird der Wert eines versilberten Bestecks nicht allein durch die Gewichtsmenge der Silberauflage bestimmt, sondern auch durch die Gesamtverarbeitung wie Schliff und Politur. Silber läuft an. Schuld daran sind Schwefel- und Chlor-Verbindungen, die in der Luft und in vielen Speisen vorkommen. Versilberte und Silberbestecke kann man nicht dauerhaft vor dem Anlaufen schützen. Die beste Pflege ist der häufige Gebrauch und die dazugehörige richtige Reinigung.

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