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Porzellan

Das älteste bis heute entdeckte Porzellan wurde bei Ausgrabungen in China in der Provinz Honan gefunden. Die Archäologen datieren seine Entstehung in das 16. bis 17. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Es handelt sich dabei um ein Weingefäß mit gelber Glasur überzogen und mit einem feinen Reliefband verziert. Dieses Gefäß zeigt, daß die Chinesen schon vor über 3000 Jahren dünnwandiges Porzellan formen und brennen konnten.

Seine erste große Blüte erlebte das Porzellan während der Sung-Zeit 1000 bis 1250 n. Chr. Zur Zeit der Kreuzzüge wurde es über die Seidenstraße und den Vorderen Orient nach Europa gebracht.

Als um 1300 der Weltreisende Marco Polo aus China in seine Heimat Venedig zurückkehrte, berichtete er von den Wundern des fernen Ostens, nannte die herrlichen Keramikerzeugnisse Chinas "Porcella", was Muschel bedeutet, und gab damit dem Porzellan seinen Namen.

Seit dem Ende des 15. Jh. rüsteten die Seefahrer ihre Schiffe zu Weltumseglungen, und bald brachten Portugiesen, und nach ihnen die Holländer und Engländer, ganze Schiffsladungen voll reich bemaltem chinesischen Porzellan nach Europa. Porzellan war etwas Fürstliches, und die Fürsten in ganz Europa waren besessen von der Idee, diese Kostbarkeiten zu besitzen. Einige unter ihnen beschäftigten Alchimisten und Chemiker, damit diese das Geheimnis des "Weißen Goldes" lüften sollten.

In Dresden gelang es 1709 dem Alchimisten Böttger in Zusammenarbeit mit dem Chemiker Tschirnhaus nach vielen Versuchen, die richtige Zusammensetzung für Hartporzellan zu finden: Kaolin, Feldspat und Quarz.

Es nützte seinem König August dem Starken von Sachsen wenig, daß er Böttger und dessen Mitarbeiter auf die Burg von Meißen bringen ließ. Trotz strenger Bewachung ließ sich das Geheimnis in den Mauern der Albrechts-Burg nicht einschließen, und gegen Ende des 18. Jh. gab es allein in Deutschland acht bedeutende Manufakturen, darunter Nymphenburg, Berlin, Fürstenberg und Frankenthal.

Aufwendige Service waren beim Adel in Mode gekommen, vor allem Tassen aus Porzellan, denn in ihnen konnte sich das flüchtige Aroma der neuen Modegetränke Kaffee, Tee und Schokolade voll entfalten.

Gegen Ende des 18. Jh., in den politischen Wirren, verarmten die fürstlichen Manufakturen.

Die technischen Erfindungen des 19. Jh. ließen das Bürgertum zu mehr Ansehen und Geld gelangen. Staatliche Manufakturen gingen an private Besitzer über, neue Porzellanfabriken wurden gegründet. Porzellan wurde für breitere Schichten ein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens.

Gleichzeitig begann man hier, wie auf vielen anderen Gebieten, Formen und Dekore vergangener Zeiten nachzuempfinden.

Feine Handarbeit ist über 3000 Jahre bis heute unentbehrlich geblieben bei der Herstellung hochwertiger Porzellane. Das Anfertigen der ersten Modelle, das Angarnieren, das Dekorieren und vieles andere kann nicht maschinell gemacht werden, ohne daß die Qualität und der Formenreichtum darunter leiden würden.

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