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– Philip Rosenthal ist ein erstaunlicher Mensch. Was für mehrere Leben reichen würde, packt er in ein einziges. Immer ist seine Biografie eng verknüpft mit der Zeitgeschichte. Sie wirkt auf ihn und manchmal er auch auf sie. Aufgewachsen in einer großbürgerlichen Familie, ausgebildet in der Schweiz und in England, wird er durch den Zweiten Weltkrieg „vom reichen Jungen zum armen Hund“, wie er selbst einmal sagt. Was ihn jedoch nicht daran hindert, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Immer mit dabei: Talent, Durchsetzungsvermögen, Gerechtigkeitssinn und noch mehr Charme und Geistesblitze.

„Mein Vater
hat mir
beigebracht:
In einem
Restaurant
kannst
du wenig
essen und
trinken, aber
gib’ ein
anständiges
Trinkgeld.
Es lohnt
sich das
nächste Mal.“

– Bergarbeiter, Fremdenlegionär, Bäckerlehrling, Kellner, Journalist, Politiker, Unternehmer. Philip Rosenthal ist das, was man heute einen Jobhopper nennen würde. Er probiert vieles aus und nimmt überall etwas mit. Lebenserfahrung vor allem. Sein Motto: „Offen im Denken, stur im Handeln.“ Dass er ein Querdenker ist, sich wenig um Konventionen schert und noch mehr gute Ideen hat, zeigt sein beruflicher Weg bei Rosenthal. 1950 kommt er aus dem englischen Exil als Werbeleiter zurück in das Unternehmen, das sein Vater 1879 gegründet hat. Sein Aufstieg ist rasant, ebenso wie der von Rosenthal. Und zwar deshalb, weil Philip Rosenthal in den frühen sechziger Jahren die verstaubte Porzellanbranche mit der studio-line in Aufruhr versetzt.


Philips
Creativboard

„Ich
persönlich
habe nichts
erdacht
und nichts
erfunden.
Ich habe
nur Menschen
gefunden
und dafür
gesorgt,
dass sie
zusammen-
finden.“

Zitat
Designwettbewerb
Philip Rosenthal

– In Zusammenarbeit mit Künstlern, Designern und Architekten entstehen bei Rosenthal schon damals zeitgemäße Produkte, die gut gestaltet und immer auch funktional sind. Denn Philip Rosenthal hat nicht nur ein Näschen für junge Talente. Noch etwas anderes kann er besonders gut: kreative Köpfe begeistern. Wagemutig und vorausschauend sieht er Architektur, Kunst und Design als Einheit und verwandelt den Porzellanhersteller in eine „Manufaktur des Wohnens“. Denn nicht nur entwirft Walter Gropius mit der Porzellanfabrik am Rothbühl und dem Glaswerk Amberg zwei Fabriken und Otto Piene gestaltet die Fassade der Hauptverwaltung von Rosenthal mit einem markanten Regenbogenmotiv. Philip Rosenthal lanciert Anfang der siebziger Jahre sogar eine Möbelkollektion. Seine Auffassung von Unternehmertun generell ist ungewöhnlich für die Zeit: „Wer zu spät an die Kosten denkt, ruiniert sein Unternehmen. Wer immer zu früh an die Kosten denkt, tötet die Kreativität“, so sein Motto.

Philip
mit Helmut Schmidt

– Doch unternehmerischer Erfolg allein genügt Philip Rosenthal nicht. 1972 zieht es ihn in die Politik, genauer gesagt zur SPD. „Auch in der Sozialdemokratie gibt es Deppen, Sture, Parteihengste, Eigensüchtige und mit sonst was Menschlichem Behaftete. Nur etwas weniger davon als bei den anderen Parteien“ erklärt er seine Entscheidung. Sein Lieblingsthema, auch in der Politik: Mitbestimmung und Mitbesitz. „Weder Marktwirtschaft noch Vergesellschaftung sind heilige Kühe. Wer das nicht erkennt, ist selbst ein Rindvieh“, findet Philip Rosenthal und setzt seine Idee von Gleichheit in die Tat um. Er beteiligt die Mitarbeiter am Kapital des Unternehmens und bringt fast sein gesamtes Privatvermögen in eine Stiftung ein. Die soll begabte Arbeiter(-kinder) zu Führungskräften in der Wirtschaft ausbilden und ihnen ein Studium ermöglichen. Verstand, Charakter, Willensstärke, soziales Gewissen – so stellt sich Philip Rosenthal die Eigenschaften des idealen Managers der Zukunft vor. Seinen eigenen Kindern billigt er lediglich einen „Notgroschen für schlechte Zeiten, eine gute Erziehung, eine solide Berufsausbildung und die antrainierte Gewissheit, aus eigener Kraft zurechtzukommen“ zu, wie er 1968 dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sagt. Auch in der Politik hat Philip Rosenthal rasch Erfolg. Er wird Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium unter Karl Schiller und bleibt bis 1983 Bundestagsabgeordneter der SPD. Und immer ist er sich bewusst: „Wer nie arm war, ist arm dran.“

– Vielleicht fährt Philip Rosenthal auch deshalb lieber mit seinem ge­liebten VW-Bulli als mit einem Mercedes umher. Noch lieber aber bewegt er sich. Er wandert, fährt Ski, rudert und schwimmt. Der Begriff Bewegung scheint bei ihm allerdings leicht untertrieben, Leistungssport wäre das wohl passendere Wort. Noch 1989 – da ist er immerhin schon 73 Jahre alt – umschwimmt er die Insel Gran Canaria, 190 Kilometer in mehreren Etappen. Über dreißig Jahre zuvor ist Philip Rosenthal auf ziemlich hohe Berge geklettert, ist Leiter einer Expedition im Himalaya und ganz schön ehrgeizig. Zwei Sechstausender schafft er sogar als Erstbesteigung und deshalb heißen die jetzt nach zweien seiner Kinder: Shealagh und Turpin Peak. Philip Rosenthal ist im wahrsten Sinne des Wortes: ein Gipfelstürmer.

Interior Zitat
Philip Rosenthal

„Wir wollen
Produkte
hinterlassen,
von denen
die Menschen
sagen, sie
seien
anständig.

Wir wollen
einfach
einen
Beitrag
zum Leben
des
Menschen
leisten
und eine
Synthese
von mensch-
lichem
Wohlbefin-
den und wirt-
schaftli-
chem Erfolg
erreichen.“