Rosenthal Design Award 2004

  

"generations" war das Thema des 1. Rosenthal Design Awards, eines ambitionierten Nachwuchswettbewerbs, den Rosenthal in Kooperation mit dem Rat für Formgebung im Herbst 2003 auslobte. Eine herausfordernde Aufgabenstellung angesichts der 125jährigen Firmengeschichte des Unternehmens, auch angesichts der langen Kulturgeschichte des Werkstoff Porzellan, dessen Innovationskraft noch im 19. Jahrhundert seine größte sozio-kulturelle Wirkung entfaltete.
Insgesamt 67 Arbeiten wurden schließlich zur Jurytagung eingereicht, darunter innovative Konzepte für eine neue Tisch- und Kochkultur, verschiedenste Lichtobjekte, Uhren, Schmuck, Wandapplikationen und Lautsprecher aus Porzellan, einige eher philosphische Betrachtungen des Werkstoffs Porzellan, ein Konzept für ein Wellness-Center und vieles mehr. Trotz der großen Vielfalt und des durchgängig hohen Niveaus der Arbeiten konnte sich die Jury einstimmig auf die Preisträger verständigen.

     

Die Preisverleihung fand am 4.10.2004 zur Eröffnung der Ausstellung "Generations" in der Pinakothek der Moderne, München, vor über 500 geladenen Gästen statt. 

 

1. Preis
Christian Andersson, SWE
»Children of the Light«

Mit dem ersten Preis (5.000 EUR) ausgezeichnet wurde Christian Andersson (Konstfack Stockholm) für seine Leuchtenfamilie »Children of the Light«.
Die Jury bewertete bei dieser „besonders starken und richtungsweisenden" Arbeit die enge Verbindung aus Kunst und Design, die sich hervorragend in die Tradition der Rosenthal AG einfügt. Darüber hinaus wurde der versierte Umgang mit dem anspruchsvollen Material Porzellan sowie die Auswahl der technischen Kompetenten der neo-barocken Leuchtenobjekte positiv bewertet.

 

2. Preis
Nina Farsen, GER
»Snuggle up«

Für das Schalenset »Snuggle up« von Nina Farsen (UdK Berlin) vergab die Jury den zweiten Preis (3.000 EUR).
Das Charakteristische dieser Porzellanschalen sind deren Körbchen aus netzförmig gegossenem Gummi, die die Schalen sowohl isolieren als auch in einen festen Stand bringen. Die ungewöhnlich harmonischen Proportionen sowie das durchdachte Konzept dieser Arbeit trugen zudem zu dem positiven Jury-Votum bei.

  

 

3. Preis
Julien Buisson, FRA
Tomek Rygalik, POL
»Break fast«

Der dritte Preis (2.000 EUR) geht an Julien Buisson und Tomek Rygalik (Royal College London) für deren Gemeinschaftsprojekt „Break fast", eine Komposition aus Porzellanbesteckteilen, die an den Schneiden auseinander gebrochen werden müssen.
Die Jury würdigte vor allem den Tabubruch des Porzellanbrechens sowie die ausgewogene Komposition des Arrangements.

Sonderpreis der Jury
Pieke Bergmans, NED
»Re-Design«

Den Sonderpreis (ein sechswöchiges Praktikum im Rosenthal Creative Center in Selb) verlieh die Jury an Pieke Bergmans (Royal College London) für deren Entwurf »Re-Design«.
Bei diesem Projekt handelt es sich um die gestalterische Überarbeitung von Jasper Morrisons Rosenthal Service »Moon«, das sich durch aufgebrachte Klebestreifen nicht nur in seiner ästhetischen Anmutung, sondern auch in seiner Formgebung verändert.

 

Den kompletten 32seitigen Wettbewerbskatalog 2004 in deutsch/englisch (ISBN 3-7643-7198-6), der u.a. neben den vier ausgezeichneten Arbeiten weitere fünfzehn Nominierungen vorstellt, können Sie hier für 10 EUR inkl. Versandkostenpauschale und Mehrwertsteuer bestellen.